Förderkonzept

Feststellung der Lernentwicklung innerhalb der Schuleingangsphase

Feststellung der Lernausgangslage in den ersten drei Wochen des ersten Schuljahres

 

Visuelle und Akustische Wahrnehmung

Voraussetzung für das erfolgreiche Lesen und Schreibenlernen ist eine gute visuelle und akustische Wahrnehmung. Die Kinder müssen lernen Buchstaben im Schriftbild und als Laut zu unterscheiden. Dazu führen die Lehrerinnen der ersten Klassen Tests zur Lernausgangslage durch und fördern die Kinder entsprechend, damit sie immer besser und genauer Laute und Buchstaben unterscheiden lernen.

Buchstabenkenntnis und Schreibentwicklung

Schnell erlernen die Kinder im die ersten Buchstaben kennen. Mit Hilfe einer Anlauttabelle können sie Laut und Buchstabe rasch zuordnen. Immer wieder hören sie Wörter auf Buchstaben ab und setzen ihre Buchstabenkenntnisse schon eigenständig durch Freies Schreiben um. Wichtig ist daher zu wissen, mit welchen Vorkenntnissen ein Kind bereits in die Schule kommt. Kann es vielleicht schon lesen oder hat es noch nie Kontakt mit dem geschriebenen Wort gehabt? Durch gezielte Tests wird die Ausgangslage jedes einzelnen Kindes beurteilt und jedes Kind wird entsprechend gefördert.

Arithmetische Grundkenntnisse und Lernfortschritt im Bereich Mathematik

Ebenso werden die Vorkenntnisse der Schulneulinge in Bezug auf ihre Zahlenkenntnisse getestet. Wie weit kann es schon zählen oder kann es Mengen erfassen?

Wahrnehmung, Motorik, Raumorientierung, Arbeitsverhalten

Lernschwierigkeiten im Bereich Mathematik und Sprache können ursächlich mit Defiziten im Bereich der Wahrnehmung (akustisch, optisch, taktil), der Motorik (fein und grob), der Raumorientierung und Arbeitsverhalten zusammenhängen. Deswegen liegt ein besonderes Augenmerk auch diesen Fähigkeiten.
Alle Bereiche werden innerhalb des Unterrichts durch Übungen gefördert:

  • Übungen zur optischen Differenzierung (Fehlerbilder, Gleiches oder Unterschiedliches entdecken, Buchstaben optisch analysieren)
  • Übungen zur akustischen Differenzierung (Instrumente raten, Töne zählen, Nachsingen, Spiele zur Lautdifferenzierung mit der Anlauttabelle, Identifizierung von An-, End- und Binnenlaut)
  • Übungen zur Feinmotorik (Ausmalbilder, Gegenstände mit Zangen und Pinzetten greifen, Ausschneideübungen)

 

Lesefähigkeit

Die Lesefähigkeit wird anhand von Lernstandsanalysen innerhalb der Schuleingangphase überprüft. Dabei wird im einzelnen getestet,

  • welche Buchstaben der Schüler bereits kennt (Groß- und Kleinbuchstaben)
  • welche einfachen lauttreuen Wörter bzw. welche Wörter mit nicht-lauttreuen Buchstabenkombinationen (ei, au, eu etc.)
  • welche seltenen nicht-lauttreue Buchstaben (c, y, v, q)der Schüler bereits erlesen kann.Im weiteren Verlauf des Leselernprozesses steht die Sinnerfassung im Mittelpunkt der Lernstandsanalysen.

Kann der Schüler

  • Wörter und den richtigen Bildern zuordnen?
  • kurze Sätze erlesen und ihren Inhalt zum Beispiel zeichnerisch umsetzen?
  • kurze Texte lesen und inhaltlich erfassen?
  • zu Texten Fragen beantworten?
  • einfache Arbeitsanweisungen lesen und richtig umsetzen?

 

Förderunterricht

In einer pädagogischen Konferenz hat das Kollegium festgelegt, dass Förderunterricht möglichst von der Klassenlehrerin bzw. von der entsprechenden Fachlehrerin durchgeführt werden soll. In diesen Unterrichtsstunden können gezielte Fördermaßnahmen für einzelne Schüler bzw. für Schülergruppen durchgeführt werden. Übernimmt ein anderer Lehrer den Förderunterricht, so ist es notwendig, so müssen Inhalte und Dauer des Förderunterrichtes abgesprochen und der Lernstand bzw. das Förderziel definiert werden.

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